Zero Waste bei Shakkei

Zero Waste ist natürlich unser oberstes Ziel als nachhaltiges Label. Damit wir es erreichen, haben wir einige Maßnahmen gesetzt: Wir vermeiden Stoffabfälle durch besondere Schnitte, die möglichst wenig Abfall produzieren; Wir verwenden Schnitt-Pappeabfälle, um daraus unsere Preisschilder zu schneiden („Hangtags“); oder falten aus alten Modemagazinen die Schaufensterdekoration. Zu Letzterem gibt’s übrigens einen eigenen Blogbeitrag für Origami Fans 🙂

Habt Ihr noch weitere Tipps oder Ideen wie man als Modelabel bzw. Händler Abfall vermeiden kann?

Shakkei’s 3 Säulen der Nachhaltigkeit

Ich werde oft gefragt, was das Nachhaltige an meiner Mode sei, denn schließlich definiert jeder Nachhaltigkeit ein bisschen anders. Ich habe für mein Label Shakkei Nachhaltigkeit über 3 Säulen definiert:

1. Die Art der Stoffe, die ich verarbeite. Hier verwende ich sooft wie möglich zertifizierte Bio-Stoffe und andere Materialien aus biologischer und/oder nachhaltiger Produktion. Manchmal kaufe ich auch Übermengen oder Restmengen auf die möglichweise ansonsten vernichtet werden würden.
Die 2. Säule ist für mich die Menge, die ich produzieren lasse. Bei Shakkei gibt’s keine Massenware, sondern nur ein paar Teile pro Modell. Ist etwas nicht in der gewünschten Größe vorrätig, lassen wir es gerne on demand nachproduzieren. Hin und wieder kann es passieren, dass wir den Stoff nicht mehr vorrätig haben, aber auch dann finden wir immer eine Lösung 😉
3. Setze ich bei der Produktion selbst an: Ich lasse nach wie vor den Großteil meiner Kollektion in Österreich produzieren und nur wenig im EU-Ausland. Damit möchte ich der österreichischen und europäischen Textilindustrie helfen, die es sehr schwer hat gegen die Billig-Konkurrenz aus Asien. Das sichert Arbeitsplätze in Österreich und der EU und trägt zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung bei.

Das ist mein Ansatz, wie definiert ihr Nachhaltigkeit?

Mit dem Hemd auf Reisen

Zum Beginn der Reisezeit haben wir einen hilfreichen Trick für das leidige Thema Nr. 1 für alle Hemdträger: Wie bekomme ich meine gebügelten Hemden in den Koffer, sodass sie nach dem Auspacken nicht zerknittert sind?

Zunächst ist wichtig, dass alle Knöpfe am Hemd zu sind. Dann werden die beiden Ärmel zur Mitte gefaltet und die unteren Enden jeweils wieder eingeschlagen, sodass diese dann übereinander liegen. Als nächstes faltet man den unteren Teil des Hemds nach oben bis ungefähr auf Höhe des 3. Knopfes von oben. Danach klappt ihr den oberen Teil mit dem Kragen nach unten, um diesen zu schützen. Nun die beiden Seiten soweit einschlagen, dass sich beide Hälften in der Mitte treffen. Jetzt nur mehr das Ganze umdrehen und voilà! 🙂 Wir wünschen Bon Voyage!

Wofür steht GOTS eigentlich?

Wir arbeiten gerne mit Rohstoffen, die das GOTS Gütesiegel tragen. Bei diesem „Global Organic Textile Standard“ handelt es sich um weltweit anerkannte Richtlinien, die eine nachhaltige Herstellung von Textilien gewährleisten. Das beginnt bei der Gewinnung der Rohstoffe, und schließt auch eine umwelt- und sozialverträgliche Fertigung ein. Stoffe, die die Bezeichnung „GOTS“ tragen, müssen aus mindestens 95% kontrolliert-biologischen Fasern stammen.  Damit deckt GOTS die gesamte Lieferkette ab und ist eines der wichtigsten Gütesiegel im Bereich grüner Mode für pflanzliche und tierische Fasern.

Am häufigsten findet man, auch bei uns, Produkte aus GOTS zertifizierter Baumwolle. Es gibt allerdings auch noch Schurwolle, Seide und Leinen mit GOTS Siegel. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich euch in meinen nächsten Beiträgen gerne erzähle.

Sakura-Blüten zum Selbermachen

In unserem neuen Store in der Burggasse in Wien haben wir wesentlich mehr Raum zur Gestaltung als bisher. Und da wir uns in unseren Designs immer wieder von japanischen Einflüssen leiten lassen, wollten wir das auch in die Ladendekoration einbringen. Für unsere Frühjahrsdekoration haben wir uns für das japanische Kirschblütenfest entschieden, und unser Geschäft in ein Sakura-Meer verwandelt.

Natürlich konnten wir nicht echte Kirschblüten dafür verwenden – das wäre für ein nachhaltiges Label nicht angebracht, und auch Seiden- oder gar Plastikblumen sind nicht in Frage gekommen. Also griffen wir zu Servietten und machten uns an die Arbeit. Nach einigen Tagen des Faltens und „Friemelns“ konnten wir unsere Ecke in der Burggasse mit über 200 Blüten verschönern.

Um dieses Kunststück zu Hause zu wiederholen, braucht man nur mehrlagige Papierservietten, (Silber-)Draht, eine Schere und etwas Geduld. Im folgenden Video zeigt Gabriel Baradee wie es am besten geht. Wir wünschen viel Vergnügen & gutes Gelingen!

Fashion Revolution Day

Am 24. April 2016 ist es genau 3 Jahre her, dass die Rana Plaza Textilfabrik in Bangladesch eingestürzt ist. Mehr als 1100 Menschen mussten dabei ihr Leben lassen und 2500 wurden schwer verletzt. Seither ist der 24. April ein Gedenktag der internationalen Modewelt, an dem wir uns alle eine Frage stellen sollten: „Wer hat meine Kleider gemacht?“

Wenn ihr euer Outfit bei mir gekauft hat, ist die Antwort einfach: Seit ich mein Label 2009 gegründet habe, lasse ich ausschließlich in der EU produzieren, den größten Teil sogar in Österreich. Und bei den Rohstoffen achte ich auf das GOTS-Siegel, das unter anderem für sozial verträgliche Fertigung steht.